Beschreibung
Wir bieten Ihnen Vorlesungen einiger symbolträchtiger (und furchterregender!) Texte von Guy de Maupassant an…
Der Schrecken bei Maupassant lotet die schmale Grenze zwischen Realität und Wahnsinn aus. Seine fantastischen Erzählungen thematisieren die Angst vor dem Unsichtbaren, die Verletzlichkeit der Sinne und den Verlust der Selbstbeherrschung. Im Gegensatz zum klassischen Übernatürlichen entsteht der Schrecken aus einer Welt, die unverständlich geworden ist.
Die Angst entsteht, wenn die Vernunft ins Wanken gerät und der Verstand nicht mehr rechtfertigen kann, was die eigenen Sinne wahrnehmen. Das wiederkehrende Motiv von Wahnsinn und Schrecken in den Erzählungen des Autors ist kein Zufall. Maupassant selbst war von der Angst geplagt, dem Wahnsinn zu verfallen – einer Krankheit, die seine eigene Familie schwer traf und die er als unvermeidlich ansah. Seine Schriften spiegeln seine eigenen psychischen Qualen wider, die sowohl mit seinem labilen psychischen Gesundheitszustand als auch mit der Syphilis zusammenhängen.
Für alle Altersgruppen | Eintritt frei.
