© M. Bosse
Die Standseilbahn von Le TréportIhre Geschichte
Die Standseilbahn von Le Tréport

Die Standseilbahn von Le Tréport

Ein Muss in dieser Stadt am Meer

Entdecken Sie gerade die Standseilbahn oder sind Sie sie schon einmal mit ihr gefahren? Fragen Sie sich, wie diese jahrhundertealte Konstruktion die Zeit überdauert hat? Lassen Sie uns ihre Geschichte erzählen…

Der Bau der Standseilbahn

Die erste Standseilbahn von Le Tréport wurde am 1. Juli 1908 in Anwesenheit von Gaston d’Orléans und seiner Frau Isabelle, Graf und Gräfin der Stadt Eu, eröffnet. Dank ihrer Beliebtheit kauften im ersten Monat ihres Betriebs mehr als zweitausend Reisende ihre Hin- und Rückfahrkarte.
Diese erstaunliche Idee wurde geboren, nachdem die Verlängerung der elektrischen Straßenbahnlinie Eu-Le Tréport, um das Viertel „Les Terrasses“ anzufahren, wegen des erheblichen Höhenunterschieds der Rue de la Commune de Paris nicht möglich war.

 

Die Arbeiten begannen im Januar 1907 und dauerten 18 Monate. Die beiden Tunnel hingegen brauchten nur zwei Monate, um gebohrt zu werden. Zur gleichen Zeit wurden zwei Stationen gebaut. Eine obere Station aus glasierten Ziegeln mit einer Metallstruktur erinnert an den Stil einiger Bahnhöfe und oberirdischen Stationen des Pariser Metro-Netzes. Eine untere Station, die imposanter ist, hat eine Fassade im neobyzantinischen Stil, die vollständig mit Keramik verziert ist. Das Giebeldreieck am Eingang zu den Tunneln, das aus roten und weißen Ziegeln besteht, ist eine Fortsetzung dieses Stils.

Damals konnten zwei Wagen mit vier in Stufen angeordneten und durch Schiebetüren verschlossenen Abteilen bis zu 48 Passagiere aufnehmen. Die Fahrzeit betrug zwei Minuten.

Die gesamte Pariser High Society traf sich dort

Der Erfolg der Standseilbahn führte zum Bau des Grand Hôtel Trianon, dessen begüterte Kundschaft den Service nutzte, um bequem zum Strand zu gelangen und die Seebäder zu genießen.
Nach 1914 erwies sich die Standseilbahn als nicht mehr sehr rentabel. Sie erforderte viele Akteure, und die Fixkosten waren über den kurzen Sommerzeitraum nur schwer zu amortisieren. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie von den Deutschen beschlagnahmt, aber nach der Befreiung nicht wieder in Betrieb genommen.

 

Die Standseilbahn ändert ihre Form

Erst Ende der 1950er Jahre wurde eine neue Standseilbahn in Betrieb genommen. Eine Einseilumlaufbahn, die die Tunnel nutzte und mit zehn Kabinen ausgestattet war, ersetzte 1958 die alten Schienenwagen. Leider führten die starken Winde, die zwischen der Strandpromenade und den Klippen wehen, dazu, dass die Seilbahn häufig stehen blieb. Diese zweite Seilbahn stellte 1981 ihren Betrieb ein.

Die Rettung der Standseilbahn

Der Standort wurde lange Zeit vernachlässigt. Die Stadt Le Tréport kaufte ihn 1992. Ein ehrgeiziges Sanierungsprojekt wurde gestartet. Im April 2005 wurde die Klippe durch Einspritzen von Beton und Einnageln von Eisenstäben gereinigt und konsolidiert, und es wurden neue Schienen installiert. Die Gewölbe, die ein Jahrhundert zuvor von Menschenhand gegraben worden waren, sind intakt geblieben. Die heutige Standseilbahn wurde 2006 eingeweiht. Während der Überfahrt kann jeder die damalige Arbeit bewundern, bevor er sich am herrlichen Panoramablick über die ganze Stadt begeistern kann.